New teeth/Neue Zähne

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Midnight. Twelve times the bells ring through the darkness, bring in my birthday. I’m awake. All three of us are awake. Not because we’re celebrating, oh no! On the contrary, Akeera’s (still invisible) can keep us on their toes. I dandle the small, warm body, humming in her ear, bury my face in the soft baby hair. Bravely I ignore the creeping lameness in my arms, the pulling in the cross. Think positively, I tell myself. After all, it’s my birthday. I am grateful that Akeera is such a light child. I am grateful that I have joint her afternoon sleep. I am grateful that I do not have to work tomorrow.

2.30 Akeera whimpers with pain. Fevery. Cries as soon as we put her down. Or stand still. And so I march again. Since one hour. Living room up. Living room down. Complaining is no help, I tell myself. Parole sugarcoat. I am grateful for the deafness in my limbs, which makes me hardly feel the pain any more. I am grateful for the cardio training with the 9kg extra weight. Tomorrow I will reward myself with two pieces of birthday cake. I am soooo grateful that at that moment Sachin appears to take over his baby carring shift‘.

4.10 We are at the end. Pain, you have won! Why to kick those who already lie on the floor? Sachin opens the light, tries to distract Akeera from her misery with toys. I am grateful for the cool, hard floors, which give my back some relief.

4.30 We lie down again in bed, close the light. Akeera murmurs a last good-night wish and falls asleep. Sachin and I are holding each other’s hand. Relieved. Grateful. And finally we can sleep.

A few hours later. We’re still a bit tired, but the main thing is that Akeera has survived the worst, isn’t it? And at least I look according to my new age with eyes and wrinkles … (Yes, parole sugarcoat is still on!)

Over a cup of strong coffee, I am thinking about last night. And I am grateful. Even without any sugarcoat! Thankful that Akeera is not sick, but only suffering from her teeth. Grateful that us being close to her can provide her some relief. Grateful that we BOTH can be there for her. And that we BOTH want to be there for her. Grateful that we three have each other. Happy birthday indeed!

***

Mitternacht. 12 Glockenschläge hallen durchs Dunkel, läuten meinen Geburtstag ein. Ich bin wach. Wir alle drei sind wach. Nicht etwa, weil wir ‚reinfeiern’, oh nein! Vielmehr halten uns Akeeras (noch unsichtbaren, aber stossenden) Eckzähne auf Trab. Ich wiege den kleinen, warmen Körper, summe ihr ins Ohr, vergrabe mein Gesicht im weichen Babyhaar. Tapfer ignoriere ich die schleichende Lahmheit in meinen Armen, das Ziehen im Kreuz. Positiv denken!, sag ich mir. Schliesslich ist es mein Geburtstag. Ich bin dankbar, dass Akeera ein so leichtes Kind ist. Ich bin dankbar, dass ich ihr heute Nachmittag beim Mittagsschlaf Gesellschaft geleistet habe. Ich bin dankbar, dass ich morgen nicht arbeiten muss.

2.30 Akeera wimmert vor Schmerz. Fiebert. Schreit, sobald wir sie ablegen. Oder stillstehen. Und so marschiere ich wieder. Seit einer Stunde. Wohnzimmer auf. Wohnzimmer ab. Heulen bringt nichts!, sag ich mir. Parole Schönreden. Ich bin dankbar für die Taubheit in meinen Gliedern, die mich den Schmerz kaum mehr spüren lässt. Ich bin dankbar für das Cardiotraining mit den 9kg Extragewicht. Morgen werde ich mich mit zwei Stück Geburtstagskuchen belohnen. Ich bin soooo dankbar, dass in diesem Moment Sachin auftaucht, um seine ‚Tragschicht‘ zu übernehmen.

4.10 Wir sind am Ende. Schmerz lass nach, du hast gewonnen! Warum noch diejenigen treten, die eh schon am Boden liegen? Sachin zündet das Licht an, versucht Akeera mit Spielzeugs von ihrem Elend abzulenken. Ich bin dankbar für die kühlen, harten Bodenfliessen, die meinem Rücken etwas Linderung verschaffen.

4.30 Wir legen uns wieder ins Bett, löschen das Licht. Akeera murmelt noch einen Gute-Nacht-Gruss und döst ein. Sachin und ich wechseln einen innigen Händedruck. Erleichtert. Dankbar. Und dürfen endlich schlafen.

Einige Stunden später. Wir sind noch etwas müde, aber Hauptsache Akeera hat das schlimmste überstanden, nicht? Und wenigstens sehe ich mit Augenringen und Falten altersgemäss aus… (Ja genau, Parole Schönreden gilt noch!)

Über einer Tasse mit starkem Kaffee sinniere ich noch etwas über die letzte Nacht nach. Und bin dankbar. Auch ohne Schönreden! Dankbar, dass Akeera nicht krank ist, sondern bloss zahnt. Dankbar, dass unsere Nähe ihr Linderung verschaffen kann. Dankbar, dass wir BEIDE für sie da sein können. Und wollen. Dankbar, dass wir Drei uns haben. Happy birthday indeed!

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