Find yourself, Akeera / Eigensinn trotz Erziehung

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Drinking from baby bottle? Our tiny daughter with the enormous need for sucking gives me a contemptuous look. The pacifier makes her choke. And the pap meal – so cherished by many small children – are despised by her. Better fasting than a baby meal. Just do not be treated like a baby. Finally, she is a full-fledged family member, that Akeera makes us clear in the very first days of her earthly life. With a pronounced own will.

Akeera knows exactly what she wants. She pursues her own way, tries out and discovers her inclinations and aversions. We are watching her, interested, fascinated, and sometimes a little exhausted, because of her single-mindness that does not always matches with our minds.

The smallest person in our family observes us, learns from us, studies us – and then forms her own opinion. She shows a large portion ‚Eigensinn’. (This German word cannot perfectly be translated into English. It means –more or less – to follow your own thought of meaning in life whether it makes sense to others or not.) We find this fundamentally great, because not only the often discussed Generation Y looks desperately for their will and the meaning in life. But the ridge between ‘eigensinnig’ and stubborn seems frighteningly narrow and so we have to dance on a tightrope with our daughter, looking for the balance between directing and letting, leading and following, showing and watching. Sometimes we almost completely back off, let Akeera dance a solo – and form the net under her.

No instinct tells him [the man of these days] what he has to do, and no tradition tells him what he ought to do; sometimes he does not even know what he wishes to do. (Viktor Frankl)

Well, Akeera knows it. Discovers it. Develops her own mind daily. And we try, to the best of our knowledge, to support her.

… and if we do not know any further, cannot continue, get unsure and scared … then we let ourselves fall softly into our catching net. Means: We ask our parents, who let us be ‘eigensinnig’ and still support us to the best of their knowledge.

 

Eigensinnige Akeera

 

Schoppen? Unser winziges Baby mit dem riesigen Saugverlangen wirft mir bloss einen verächtlichen Blick zu. Der Schnuller bringt sie zum Würgen. Und die von gewissen Gleichaltrigen so geschätzten Breimahlzeiten verschmäht sie eiskalt. Lieber Fasten als Babybrei essen. Nur ja nicht wie ein Baby behandelt werden. Schliesslich ist sie ein vollwertiges Familienmitglied, das macht uns Akeera schon in den ersten Tagen ihres Erdenlebens klar. Mit einem ausgeprägten eigenen Willen.

Akeera weiss genau, was sie will. Eigensinnig verfolgt sie ihren Weg, sucht, versucht und entdeckt ihre Neigungen und Abneigungen. Wir beobachten sie dabei, interessiert, fasziniert und manchmal auch etwas ermattet ob ihrer Unbeirr- und daher für uns Unplanbarkeit.

Das kleinste Persönchen unserer Familie beobachtet uns, lernt von uns, studiert uns – und bildet sich dann eine eigene Meinung. Sie zeigt dabei eine grosse Portion ‚Eigensinn‘. Das finden wir grundsätzlich toll, denn nicht nur die vieldiskutierte Generation Y sucht scheinbar verzweifelt genau nach diesem eigenen Sinn im Leben. Doch der Grat zwischen eigensinnig und stur scheint erschreckend schmal und so wagen wir uns mit unserer Tochter aufs Hochseil, suchen gemeinsam die Balance zwischen leiten und lassen, führen und folgen, zeigen und beobachten. Manchmal ziehen wir uns ganz zurück, lassen Akeera eine Solonummer tanzen – und bilden doch das Fangnetz unter ihr.

Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muß, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll, und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will. (Viktor Frankl)

Nun, Akeera weiss es. Entdeckt es. Entwickelt ihren Eigensinn täglich. Und wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen, ihr dabei unterstützend zur Seite zu stehen.

…und wenn wir mal nicht mehr weiterwissen, weiterkönnen, weitertrauen…dann lassen wir uns weich in unser Fangnetz fallen. Sprich: Fragen unsere Eltern. Die uns unseren Eigensinn lassen und uns doch unterstützend nach bestem Wissen und Gewissen zur Seite stehen.

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