8. Dezember: An advent story / eine Adventsgeschichte

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Sitting in front of the fireplace and discovering in the flames faces and stories, cuddling on the couch and enjoying a performance of the snowball ballet or diving under into a Christmas story the blanket – Christmas time is story time.

And I today I wanna tell you a true Advent story (copied from my story blog  https://mirindia2013.wordpress.com)

It was a cold winter evening. The hedge was shiffering in the icy wind, crouching down to the floor to escape the cold. The small magnolia tree wrapped its arms around the thin trunk. Akeera stood at the window of her playroom, staring intently in the night-black sky. If she closed her eyes tightly and then blinked through her eyelashes, she could imagine little snowstars for a moment. But the illusion blushed fast and only the snowless, bare garden remained.

„What are you doing there? „A fine voice tore the little girl from her thoughts. Akeera whirled around. There was nobody. Strange! From the living room she heard Mama and Papa chatting. They did not seem to have heard anything.

„Down here!“ The soft voice was heard again. Akeera looked around, searching. Under her bunk bed beside the window stood her dollhouse. Actually it was a stable. She had got it for her birthday from her grandparents, her aunts, and her uncle. Cows and horses, a pig family, chicken and also a kitten lived in it. And a little doll family. The smallest doll, however, was not sitting in the house anymore. It had climbed onto a box and grinned mischievously at Akeera. „Did you finally discover me? „She asked, laughing. „It’s you! », Akeera marvelled. „Who else? „The doll asked teasingly. „I’m bored. Are you playing with me? “ „Sure,“ Akeera agreed. She was anyway already a bit fed up with the unsuccessful search for snow. She crawled under the bed and sat down beside the box.

„I did not know you could speak,“ Akeera said in surprise. The dolly dangled her legs and tilted her head. „Of course I can speak! „The doll raised its chin vigorously. „But mom and dad said we should be quiet before you. Most people do not want a chatterbox toy. They want us as a projection screen of their thoughts. “ „What does that mean? „Akeera stumbled over the unknown expression. The doll shrugged. „I do not know either. It probably just means „be quiet! „But then we can not really play together. That’s why I just addressed you. “ „I find it good! », Akeera nodded. „We do not have to say it to the big ones. „No, that’s our secret,“ the doll agreed. „By the way, I’m Wimmla. „Akeera,“ the little girl sincerely reached out and shook the puppet’s hand.

„Do you want to meet my cat? „Wimmla asked. Enthusiastically, Akeera nodded and the two crept behind the stable. On the fountain trough sat a black and white cat and licked its paws. „Come on, Mietzi,“ Wimmla beckoned, and Akeera watched enthusiastically as the formerly wooden animal stood up, stretched and stretched, then purred around the doll’s legs, purring. „May I pet her? She asked eagerly. Wimmla nodded generously. „Actually, she’s yours,“ she said thoughtfully. „But she lives with you,“ Akeera pointed out. „We can both play with her,“ the doll suggested, and Akeera laughed happily. It was so nice to have found a new girlfriend!

„You know,“ she mused aloud, „I only meet my other friends when Mom or Dad allows it. Ben, Nik, Pablo, Junis, Daria, Anna, Fabio, Nathan, Till, Nando – I have many friends, but they live so far away. We always have to drive or drive first. Maëlle and Elena live much closer, but even if I want to play with them, I have to ask my parents. That’s so annoying! ‚You have to sleep first, Akeera! Today it is too late! Elena is in school! ‚Every time you have another excuse! „She sighed annoyed. „I know that! „Wimmla nodded sympathetically. „Dolls do not talk to people! You’re too small for the playground, „she mimicked her parents. „And do you know the dumbest excuse? ‚Akeera is startled when you talk to her! ‚ Not true at all! »« No! „Akeera agreed energetically. „I’m even happy! Now we both have somebody with whom we can play anytime! „The two men laughed happily.

„Akeera,“ Dad’s voice rang out of the living room. „Come over! Dinner! „“ Wimmla, „you could hear wooden from the inside of the dollhouse. „Come to the table!“ The two playmates blinked conspiratorially. „I’m coming!“ They both shouted and Akeera whispered softly, „see you later!“ „See you soon,“ agreed Wimmla. „Then I’ll introduce you to my cows!“

Outside, the first snowflakes flocked from the sky, enveloping trees and bushes in a cotton woolen garment, hiding path, pier and secrets.

**********

Vor dem Kaminfeuer sitzen und in den Flammen Gesichter und Geschichten suchen, auf die Couch gekuschelt eine Darbietung des Schneeflockenballetts geniessen oder unter der Decke in eine Weihnachtsgeschichte eintauchen – Adventszeit ist Geschichtenzeit.

Und eine solche Adventsgeschichte möchte ich euch heute erzählen (kopiert von meinem Geschichtenblog https://mirindia2013.wordpress.com.)

Es war ein kalter Winterabend. Die Hecke im Garten kauerte sich frierend nieder, um dem eisigen Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Das kleine Magnolienbäumchen schlang fröstelnd die Arme um den dünnen Stamm. Akeera stand am Fenster ihres Spielzimmers und starrte angestrengt in den nachtschwarzen Himmel. Wenn sie die Augen ganz fest zusammenkniff und dann durch die Wimpern blinzelte, konnte sie sich für einen Moment kleine Schneesterne vorstellen. Doch die Illusion verging stets schnell und zurück blieb der schneelose, kahle Garten.

«Was machst du da? », riss eine feine Stimme das kleine Mädchen aus ihren Gedanken. Akeera wirbelte herum. Da war niemand. Seltsam! Aus dem Wohnzimmer hörte sie Mama und Papa plaudern. Sie schienen nichts gehört zu haben.

«Hier unten! », erklang erneut die zarte Stimme. Akeera blickte sich suchend um. Unter ihrem Hochbett neben dem Fenster stand ihr Puppenhaus. Eigentlich war es ein Stall. Sie hatte ihn zu Geburtstag von ihren Grosseltern, ihren Tanten und ihrem Onkel gekriegt. Kühe und Pferde, eine Schweinefamilie, Hühner und auch ein Kätzchen wohnten darin. Und eine kleine Puppenfamilie. Das kleinste Püppchen aber sass nicht mehr im Haus. Es war auf eine Kiste geklettert und grinste Akeera verschmitzt an. «Hast du mich endlich entdeckt? », fragte es lachend. «Ach du bist es! », staunte Akeera. «Wer sonst? », fragte das Püppchen neckend. «Mir ist langweilig. Spielst du mit mir? » «Na klar», stimmte Akeera zu. Die erfolglose Schneesuche war ihr nämlich bereits ein bisschen verleidet. Sie kroch unters Bett und setzte sich neben die Kiste.

«Ich wusste gar nicht, dass du sprechen kannst», meinte Akeera erstaunt. Das Püppchen schlenkerte mit den Beinen und legte den Kopf schief. «Natürlich kann ich sprechen! » Die Puppe hob energisch das Kind. «Aber Mama und Papa haben gesagt, wir sollen ruhig sein vor euch. Die meisten Menschen möchten kein Plapperspielzeug. Sie wollen uns als Projektionsfläche ihrer Gedanken. » «Was heisst das? » Akeera stolperte über den unbekannten Ausdruck. Das Püppchen zuckte mit den Achseln. «Weiss ich auch nicht. Es heisst einfach «Ruhig sein! » Aber dann können wir ja gar nicht richtig zusammenspielen. Deswegen habe ich dich einfach angesprochen. » «Finde ich gut! », nickte Akeera. «Wir müssen es ja den Grossen nicht sagen. » «Nein, das ist unser Geheimnis», stimmte die Puppe zu. «Ich bin übrigens Wimmla. » «Akeera», das kleine Mädchen streckte ernsthaft die Hand aus und schüttelte das Puppenhändchen.

«Willst du meine Katze kennen lernen? », fragte Wimmla. Begeistert nickte Akeera und die beiden krochen hinter den Stall. Auf dem Brunnentrog sass eine schwarzweisse Katze und leckte sich die Pfoten. «Komm, Mietzi», lockte Wimmla und Akeera beobachtete begeistert, wie das ehemals hölzerne Tierchen aufstand, sich räkelte und streckte und dann schnurrend um die Beine der Puppe strich. «Darf ich sie streicheln? », fragte sie eifrig. Wimmla nickte grosszügig. «Eigentlich gehört sie ja dir», meinte sie nachdenklich. «Aber sie wohnt bei dir», gab Akeera zu bedenken. «Wir können ja beide mit ihr spielen», schlug die Puppe vor und Akeera lachte glücklich. Es war so schön, eine neue Freundin gefunden zu haben. «Weisst du», sinnierte sie laut, «meine anderen Freunde treffe ich nur, wenn Mama oder Papa es erlauben. Ben, Nik, Pablo, Junis, Daria, Anna, Fabio, Nathan, Till, Nando – ich habe viele Freunde, aber die wohnen so weit weg. Da müssen wir immer zuerst Zug oder Auto fahren. Maëlle und Elena leben zwar viel näher, aber auch wenn ich mit ihnen spielen will, muss ich meine Eltern fragen. Das nervt so! ,Du musst zuerst schlafen, Akeera! Heute ist es zu spät! Elena ist in der Schule! ’ Jedes Mal haben sie eine andere Ausrede! » Sie seufzte genervt. «Das kenn ich! » Wimmla nickte mitfühlend. «’Puppen sprechen nicht mit Menschen! Du bist zu klein für den Menschenspielplatz’», äffte sie ihre Eltern nach. «Und kennst du die blödeste Ausrede? ‘Akeera erschrickt sich, wenn du mit ihr sprichst! ’ Stimmt doch gar nicht! » «Nein! », stimmte ihr Akeera energisch zu. «Ich freu mich sogar! Jetzt haben wir endlich beide jemanden, mit dem wir jederzeit spielen können!» Die beiden lachten sich selig an.

«Akeera», schallte Papas Stimme aus dem Wohnzimmer. «Komm! Abendessen!»

«Wimmla», hörte man auch hölzern aus dem Innern des Puppenhauses. «Komm an den Tisch!» Die beiden Spielkameraden blinzelten sich verschwörerisch zu. «Ich komme!», riefen beide und Akeera flüsterte leise: «Bis später!» «Bis gleich», stimmte Wimmla zu. «Dann stell ich dir meine Kühe vor!»

Draussen flockten die ersten Schneesterne vom Himmel, hüllten Bäume und Büsche in ein wattiges Winterkleid und verbargen Weg, Steg und Geheimnisse.

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